Japan & Kultur
Unsere Themen
Teezeremonie, Kalligraphie, Haiku, Sprache und Literatur, Esskultur, Origami und Ikebana.
Teezeremonie
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Hannover e.V. wurde zur Pflege der Tradition der japanischen Teezeremonie gegründet. Sie ist damit Kern unserer kulturellen Arbeit. Die DJG Hannover führt Teezeremonien im Teehaus im Stadtpark durch, die Einheit von Teehaus und Teegarten ist laut Japan Magazin (5–6/2003, S. 25) wohl einmalig in Deutschland.
Nicht alle Japanerinnen und Japaner sind mit der traditionellen Teezeremonie (茶の湯, Cha no Yu) vertraut, in der Pulvertee (抹茶, Matcha) verwendet wird. Im Alltag dominieren die Grünteesorten Sencha (煎茶) und Gyokuro (玉露). Der Tee kam über buddhistische Mönche nach Japan: Gesichert ist, dass der von Kaiser Kammu nach China entsandte Mönch Saichō (767–822) im Jahr 805 Teesamen mitbrachte und den Anbau am Hieizan initiierte.
Kalligraphie / Shodō
Shodō (書道, „Weg des Schreibens“) bezeichnet die japanische Kunst der gemalten Schriftzeichen. Mit Pinsel, Tusche und Papier entstehen komplexe Schriftkunstwerke, und zwar in einem einzigen Durchgang: spätere Korrekturen sind nicht vorgesehen. Das verlangt langjährige Erfahrung ebenso wie die Fähigkeit, ganz im Hier und Jetzt aufzugehen.
Wir führen auf Veranstaltungen und Festen in diese Kunst ein; besonders die Vorführungen, bei denen das Werk vor den Augen der Gäste entsteht, sind ein eindrückliches Erlebnis. Zusätzlich veranstalten wir unter Leitung der aus Hiroshima stammenden Künstlerin Kanae Kimura regelmäßig Kalligraphie-Kurse.
Haiku
Das Haiku besteht traditionell aus drei Gruppen von 5–7–5 Silben. Mit 17 Silben ist es die kürzeste Gedichtform der Welt. Es beschreibt ein Bild aus der Natur und gibt über ein Jahreszeitenwort (Kigo) den Zeitraum der Beobachtung zu erkennen. Geprägt wurde es maßgeblich von Matsuo Bashō (1644–1694), der die zuvor spielerische Haikai-Dichtung in den Rang ernsthafter Literatur erhob. Shiki modernisierte das Haiku später und befreite es vom Zwang des Jahreszeitenworts.
Sprache und Literatur
Literaturkurse: Die DJG Hannover bietet deutsche Literaturkurse für Japanerinnen und Japaner (seit 2003) sowie japanische Literaturkurse für Deutsche (seit 2009) unter der Leitung von Dr. Susanne Schieble an. Gelesen und besprochen werden Klassiker, moderne Werke und exemplarische Gedichte.
Sprachzirkel: Einmal monatlich trifft sich der Sprachzirkel unter Leitung von Dr. Emura am Mittwochabend um 19:30 Uhr im japanischen Restaurant Tomo Sushi. Gelesen werden Geschichten aus der japanischen Mythologie ebenso wie Medienberichte zu aktuellen Themen. Willkommen ist jede und jeder, unabhängig von den Sprachkenntnissen. Gerade die Mischung aus fließend Japanisch Sprechenden und Anfängern macht die Atmosphäre aus.
Esskultur
Das Essen wird in Japan nicht auf einem einzelnen Teller, sondern in kleinen Schälchen serviert. Natürlichkeit und Frische sind unabdingbare Voraussetzungen: Die Zutaten werden so frisch wie möglich verwendet und sollen auch nach dem Garen ihre ursprüngliche Form und Farbe behalten. Kurze Garzeiten und sehr wenig zugesetztes Fett machen die japanische Küche besonders bekömmlich. Die Sojabohne ist ein essenzieller Bestandteil und Grundlage für Suppen, Saucen, Teigwaren und Süßigkeiten.
Unsere Gesellschaft bietet seit vielen Jahren Kochkurse unter der Leitung von Frau Yasuko Götte an, die sich großer Beliebtheit erfreuen.
Origami
Oru bedeutet falten, kami Papier. Origami ist die visuelle Repräsentation, die durch das Falten eines Materials, zumeist Papier, entsteht. Seit wann der Begriff allein für das Papierfalten steht, ist nicht geklärt; vermutet wird ein Zusammenhang mit der Kindergarten-Bewegung, die um 1880 nach Japan kam. Die Kunst des Papierfaltens bereitet den Besucherinnen und Besuchern unserer Veranstaltungen stets große Freude.
Ikebana und Reisen
Redaktioneller Hinweis: Für die Bereiche Ikebana und Reisen liegen die Texte der Bestandswebsite noch nicht vollständig vor. Die Abschnitte werden vor Veröffentlichung mit den Originalinhalten ergänzt.
